Unter dem langen, stahlblauen Seidenhaar steckt ein Terrier. Der FCI-Standard sagt es ohne Umschweife: Zu seinen Terrier-Eigenschaften gehört der Jagdinstinkt, ob für ein Spielzeug im Haus oder ein Nagetier im Garten. Er wiegt höchstens 3,2 Kilo, trägt sich aber laut Standard so aufrecht, dass er eine wichtige Miene ausstrahlt.
| FCI | Gruppe 3 (Terrier), Sektion 4 Zwerg-Terrier, Standard Nr. 86, ohne Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Großbritannien |
| Größe (Widerrist) | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Gewicht | bis 3,2 kg |
| Lebenserwartung | Median 13,3 Jahre in einer britischen Auswertung von 584.734 Hunden (McMillan et al. 2024) |
| Fell | am Körper mäßig lang, vollkommen glatt, glänzend, fein und seidig, nicht wollig |
| Farben laut Standard | dunkles Stahlblau vom Hinterhaupt bis zum Rutenansatz, Kopf, Brust und Läufe satt goldfarben (Tan); andere Farben nicht zulässig |
Herkunft
Laut Standard stammt der Yorkshire Terrier aus derselben Gegend wie der Airedale Terrier und tauchte um 1850 erstmals auf. Hinter ihm steht der alte Black and Tan Terrier, dazu Rassen wie Malteser und Skye Terrier. Seinen heutigen Namen trägt er seit 1870. Die FCI führt ihn in der Sektion der Zwerg-Terrier, als Verwendung nennt der Standard Begleithund.
Wesen
Der Standard beschreibt ihn als aufmerksamen, intelligenten Zwerg-Terrier, temperamentvoll und dabei ausgeglichen. Im Alltag heißt das: viel Selbstbewusstsein auf wenig Gewicht. Er will erzogen werden wie jeder andere Hund und nicht wie ein Accessoire herumgetragen.
Bewegung und Beschäftigung
Spaziergänge, Schnüffelrunden und kurze Trainingseinheiten tun ihm gut, sein Jagdinstinkt freut sich über Suchspiele mit Spielzeug. Mehrere kleinere Runden passen oft besser zu ihm als eine sehr lange.
Pflege
Das lange, seidige Haar braucht tägliches Bürsten, wenn es lang bleiben soll. Laut Standard darf es die Bewegung nie behindern. Wer es im Alltag einfacher mag, lässt es kürzen.
Gesundheit
Zwei Bereiche sind für dich wichtig. Erstens die Kniescheibe: In einer Auswertung des Royal Veterinary College mit 210.824 Hunden aus englischen Tierarztpraxen hatte der Yorkshire Terrier die 5,5-fache Chance einer Patellaluxation verglichen mit Mischlingen (O'Neill et al. 2016). Zweitens Luftröhre und Leber: Unter 11.061 Yorkshire Terriern einer New Yorker Tierklinik hatten 6,7 Prozent einen schweren Trachealkollaps, diagnostiziert im Median mit zehn Jahren, und 0,8 Prozent einen angeborenen Lebershunt, im Median mit 2,7 Jahren (Weisse et al. 2026). Anhaltender Husten im Alter oder ein Welpe, der nicht recht gedeiht, gehören deshalb in die Tierarztpraxis.
Für wen passt der Yorkshire Terrier?
Für Menschen, die einen kleinen, wachen Begleiter mit Terrier-Charakter suchen, ihn freundlich und konsequent erziehen und Freude an Fellpflege haben, gern auch in der Stadtwohnung.
Für wen eher nicht?
Für Familien mit Kleinkindern, die mit einem Hund von drei Kilo noch nicht behutsam umgehen können, und für alle, die einen Schoßhund ohne eigenen Kopf erwarten.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 86 Yorkshire Terrier (fci.be, englische Fassung vom 06.10.2026); O'Neill DG et al., The epidemiology of patellar luxation in dogs attending primary-care veterinary practices in England, Canine Genetics and Epidemiology 2016; Weisse C et al., Prevalence of tracheal collapse syndrome, congenital portosystemic shunts, or both in Yorkshire Terriers at one veterinary hospital, Journal of Veterinary Internal Medicine 2026; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024.
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