Am Ende einer Waschbärenjagd steht dieser Hund unter einem Baum und gibt Laut. Sein Standard beschreibt genau das: Er verfolgt die Beute am Boden, allein mit der Nase, und treibt sie hinauf ins Geäst. Für Hirsch, Bär und Berglöwe soll er laut FCI ebenfalls Mut genug haben.
| FCI | Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.1 Große Laufhunde, Standard Nr. 300, ohne Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | USA |
| Größe (Widerrist) | Rüden 63,5 bis 68,5 cm, Hündinnen 58 bis 63,5 cm; übergroße Hunde werden nicht abgewertet, wenn sie ausgewogen und leistungsfähig sind |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | kurz, aber dicht |
| Farben laut Standard | kohlschwarz mit kräftigen Lohabzeichen über den Augen, seitlich am Fang, an Brust, Läufen und Keulenrand, schwarze Strichelung auf den Zehen; ein weißer Fleck über 2,54 cm disqualifiziert |
Ein Arbeitshund für Kälte, Hitze und schweres Gelände
Der Standard stellt die Arbeit an die erste Stelle: Winter und Sommerhitze soll er aushalten und jedes schwierige Terrain meistern. Die FCI hat die Rasse aus den USA am 10.07.1945 endgültig anerkannt, der gültige Text stammt von 1991. Ein zweiter amerikanischer Laufhund im Lexikon ist der American Foxhound.
Freundlich im Haus, taub auf der Spur
Ausgeglichen, aufgeschlossen und freundlich soll er sein, einzelne Hunde dürfen zurückhaltend wirken, aber nie scheu oder bösartig. Weil er eng mit anderen Hunden arbeiten muss, ist Aggression gegen Artgenossen ausdrücklich unerwünscht. Die Kehrseite folgt aus seiner Arbeit: Hat die Nase eine frische Fährte, tritt dein Rufen in den Hintergrund.
Was er statt der Jagd braucht
Sein Gangwerk ist raumgreifend, mit viel Schub aus der Hinterhand. Lange Spaziergänge an der Schleppleine sind deshalb Pflicht, nicht Kür. Mantrailing oder Fährtenarbeit geben seiner Nase eine Aufgabe, die dem Original nahekommt. Rechne mit seiner tiefen Stimme, auch abseits der Jagd.
Behang bis über die Nasenspitze
Das Fell ist kurz und dicht, ein Striegel pro Woche reicht. Mehr Aufmerksamkeit brauchen die Ohren: Sie hängen tief, in Falten, und reichen laut Standard gut über die Nasenspitze hinaus. Kontrolliere sie nach jedem Ausflug ins Gelände auf Grannen, Schmutz und Geruch.
Befunde aus Röntgen und Augenuntersuchung
Eine Lebensdauerstudie gibt es nicht: McMillan und Kollegen führen ihn, konnten ihn aber nicht berechnen. Die amerikanische OFA sammelt freiwillig eingesandte Befunde. Von 990 Hüftauswertungen waren 16,2 % dysplastisch, von 312 Ellenbogen 4,5 % auffällig. Bei 489 Augenuntersuchungen fielen in 11,9 % Netzhautfalten auf. Weil Halter nur einsenden, was sie wollen, sind das Anhaltspunkte, keine Häufigkeiten. 2026 beschrieben Pieples und Kollegen einen jungen Rüden mit schwerer Blutgerinnungsstörung durch eine Genvariante im F13A1-Gen, einen Einzelfall. Die nach ihm benannte Coonhound-Lähmung ist eine Nervenentzündung, die Cummings und Kollegen bei Hunden auf Waschbärjagd beschrieben; sie ist an Waschbärkontakt gebunden, nicht an die Rasse.
Passt er in dein Leben?
Gut aufgehoben ist er bei Menschen, die viel draußen sind, eine Nasenarbeit ernsthaft betreiben und eine laute Stimme gelassen nehmen. Wer Freilauf ohne Leine erwartet, eng mit Nachbarn wohnt oder einen Hund für kurze Runden sucht, sollte weitersuchen. Frag beim Züchter nach Hüft- und Augenbefunden der Eltern. Mit dem richtigen Menschen bleibt er, was der Standard verspricht: freundlich, ausdauernd und unbeirrbar auf der Spur.
Ob ein amerikanischer Laufhund wirklich zu dir passt, prüfst du mit dem Rasse-Test, gründlicher mit „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“. Für den Start mit Welpe gibt es das Welpen-Startpaket. Schwarz und Loh wirken stark als digitales Kunstwerk zum Download, alle Formate zeigen die Hundeportraits.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 300 Black and Tan Coonhound (fci.be, deutsche und englische Fassung vom 04.10.2002, gültiger Originalstandard vom 30.01.1991); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse aufgeführt, aber nicht ausgewertet); Orthopedic Foundation for Animals, Disease Statistics (Hüfte, Ellenbogen, Augen); Pieples LA et al., Identification of an F13A1 frameshift variant associated with factor XIII deficiency in a Coonhound dog with severe coagulopathy, 2026; Cummings JF et al., Coonhound paralysis. Further clinical studies and electron microscopic observations, 1982; Holmes DF et al., Experimental coonhound paralysis, 1979.
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