Rund 2000 Hunde, etwa 200 Welpen im Jahr, Meuten von ungefähr 20 Tieren: Diese Zahlen nennt der FCI-Standard selbst. Rechnerisch passt die ganze Rasse also in hundert Meuten. Eingesetzt wird der Grand Anglo-Français Blanc et Noir bis heute in der Meute, zur Jagd auf Reh und Hirsch.
| FCI | Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.1 Große Laufhunde, Standard Nr. 323, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Frankreich |
| Größe (Widerrist) | Rüden 65 bis 72 cm, Hündinnen 62 bis 68 cm, jeweils plus oder minus 1 cm |
| Gewicht | im FCI-Standard nicht festgelegt |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | kurz, ziemlich fest und dicht |
| Farben laut Standard | weiß und schwarz mit schwarzem Mantel oder schwarzen Flecken, schwarze, blaue oder an den Läufen lohfarbene Tüpfel möglich, blasse Lohabzeichen an Augen, Wangen, Behang und Rutenwurzel; dreifarbig disqualifiziert |
Vom Bâtard Anglo-Saintongeois zur eigenen Rasse
Sein Vorfahr ist laut Standard der Bâtard Anglo-Saintongeois, der Mitte des 19. Jahrhunderts aus einer Kreuzung von Saintongeois und englischem Foxhound entstand. Den kräftigen Knochenbau verbindet der Text bis heute mit dem Gascon Saintongeois, das englische Erbe teilt er mit dem English Foxhound. Die FCI erkannte die Rasse 1983 an; den geschichtlichen Abriss im Standard schrieb 2007 der Club du Chien d'Ordre, die deutsche Übersetzung stammt von 2016.
Gesellig, gern bei Menschen
Anders als der Standard des Tricolore sagt dieser etwas über das Wesen: ein sehr geselliger Hund, der sich gern in der Nähe von Menschen aufhält und sich einfach im Zwinger halten lässt. Seine Stärke ist die Hetzjagd auf Hirsch und Reh in feuchtem, dicht bewachsenem Gelände. Freundlichkeit im Haus und Jagdtrieb draußen schließen sich bei ihm nicht aus, du brauchst für beides einen Plan.
Schwarz auf Weiß, mit blassem Loh
Gefordert sind Weiß und Schwarz, als Mantel oder Flecken. Trotzdem gehören blasse Lohabzeichen dazu: ein Fleck über jedem Auge, Abzeichen an Wangen, unter dem Behang und an der Rutenwurzel. Am Schenkel taucht recht oft ein Rehfleck auf. Ein dreifarbiger Hund ist disqualifiziert, diese Farbe gehört zum Grand Anglo-Français Tricolore. Schwarz an den Wangen, das bis zu den Lefzen reicht, wertet der Standard als schweren Fehler.
Gebaut für Nässe und Dickicht
Kräftig, widerstandsfähig, robust, mit dicken, großen und eher runden Pfoten. Lange Pfoten, fragile Gliedmaßen und schwere Stellungsfehler führen zur Disqualifikation. Bevorzugte Gangart ist ein weicher, raumgreifender Galopp. Für dich bedeutet das: tägliche lange Strecken, Fährtenarbeit und ein Garten mit sicherem Zaun. Das kurze, feste Fell braucht dagegen kaum mehr als einen Striegel und einen Blick auf Zecken.
Eine kleine Rasse ohne Gesundheitsdaten
Studien zu Krankheiten oder Lebensdauer gibt es nicht. McMillan und Kollegen nennen die Rasse, berechnen konnten sie sie nicht; in Europe PMC taucht sie nur in einer Sammlung von Schädel-CT-Bildern auf. Bei einer Population dieser Größe lohnt es sich, den Züchter nach Hüftbefunden, nach dem Alter der Vorfahren und nach der Verwandtschaft der Elterntiere zu fragen.
Wer ihm gerecht wird
Zu dir passt er, wenn du mit Laufhunden jagst oder ihm ein Leben mit viel Strecke, Artgenossen und Platz bieten kannst. Für Stadt, Anfänger, Freilauf oder einen Hund, der lange allein bleibt, eignet er sich nicht. Wer seine Geselligkeit erlebt, versteht, warum der Standard sie neben der Jagd eigens erwähnt.
Ein Meutehund aus einer so kleinen Rasse will gut überlegt sein: Der Rasse-Test gibt einen ersten Abgleich, „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“ hilft bei der gründlichen Entscheidung. Für die Wochen mit Welpe ist das Welpen-Startpaket gedacht. Ein Fell in Schwarz und Weiß wirkt klar als Poster im Holzrahmen, andere Formate findest du bei den Hundeportraits.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 323 Grand Anglo-Français Blanc et Noir (fci.be, deutsche Fassung vom 04.02.2016, englische Fassung vom 12.01.2009, gültiger Originalstandard vom 04.11.2008); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse aufgeführt, aber nicht ausgewertet); Europe-PMC-Suche nach der Rasse (nur ein Schädel-CT-Bilddatensatz, 2024).
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