Büffel, später Bär, Schwarzwild und Luchs: Für dieses Wild wurde die hochläufige Form der Ungarischen Bracke einst eingesetzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sie fast ausgerottet, erst 1968 nahm man die Zucht wieder auf.
| FCI | Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 Mittelgroße Laufhunde, Standard Nr. 241, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Ungarn |
| Größe (Widerrist) | 55 bis 65 cm (keine Trennung nach Geschlecht; Harmonie und Gesamteindruck entscheiden) |
| Gewicht | mindestens 25 kg |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | kurz, dicht, gerade, anliegend, grob und glänzend, mit Unterwolle; an Hals, Widerrist, Oberschenkeln und Rute länger |
| Farben laut Standard | Schwarz mit lohfarbenen Punkten über den Augen und Lohabzeichen an Fang und Läufen; weiße Abzeichen möglich, Weiß auf mehr als einem Fünftel unerwünscht |
Von den Adelshöfen in die Karpaten
Der Standard nennt ihn eine uralte ungarische Rasse, geprägt von Klima, Gelände und Jagdverhältnissen. Seine Glanzzeit erlebte er im Mittelalter als Jagdhund der Adelshöfe. Mit wachsender Land- und Forstwirtschaft wurde er in die Wälder der Karpaten zurückgedrängt, wo zwei Varietäten nebeneinander lebten: eine hochläufige für Großwild und eine niederläufige für Fuchs, Hase und Gämsen. Die niederläufige Form ist verschwunden. Die hochläufige gibt es heute laut Standard in bedeutender Zahl in Ungarn und im angrenzenden Rumänien. Ein weiterer ungarischer Jagdhund im Lexikon ist der Magyar Vizsla, allerdings ein Vorstehhund.
Eine Stimme, die weit trägt
Ungewöhnlich genau beschreibt der Standard seine Arbeit: Er jagt auch weit von seinem Führer entfernt selbstständig, meist allein oder zu zweit. Findet er eine frische Spur, kläfft er winselnd, während der Jagd bellt er weitschallend, hoch und klingelnd. Er treibt und stellt das Wild. Sein Galopp gilt bei der Arbeit als außerordentlich ausdauernd.
Gelassen, mutig, wetterfest
Gutgesinnt, mutig und ausdauernd soll er sein, im Grundcharakter ruhig und ausgeglichen, dabei bestimmt und temperamentvoll. Er erträgt laut Standard auch extreme Witterung. Weil er auf selbstständige Jagd gezüchtet ist, trifft er draußen gern eigene Entscheidungen. Für dich bedeutet das: frühe Arbeit am Rückruf, Schleppleine in wildreichem Gelände und eine Aufgabe für Nase und Ausdauer, am besten die Jagd.
Grobes Haar mit Unterwolle
Das kurze, grobe Haar mit Unterwolle braucht wenig Pflege. Einmal pro Woche bürsten, im Fellwechsel öfter, und nach der Jagd Pfoten, Ballen und Ohren ansehen. Die Behänge liegen eng und faltenfrei an.
Afterkrallen und Rute
Zwei Sätze im Standard verdienen Aufmerksamkeit. Die Rute wird nicht kupiert, steht dort ausdrücklich. Bei den Hinterpfoten heißt es dagegen, Afterkrallen seien zu entfernen. In Deutschland verbietet § 6 des Tierschutzgesetzes das Amputieren von Körperteilen grundsätzlich und lässt nur eng gefasste Ausnahmen zu, etwa nach tierärztlicher Indikation. Frag deshalb beim Züchter nach, ob und warum bei den Welpen Afterkrallen entfernt wurden.
Was über seine Gesundheit bekannt ist
Wenig. McMillan und Kollegen führen ihn als Hungarian Hound in ihrer Langlebigkeitsstudie, ohne ihn auswerten zu können. In Europe PMC erscheint er vor allem in Verhaltensexperimenten und in einem Datensatz von Schädelaufnahmen, Krankheitshäufigkeiten liefern diese Arbeiten nicht. Wichtig sind deshalb Hüftbefunde der Elterntiere und eine Linie, über die der Züchter offen spricht.
Wer ihm gerecht wird
Ein Erdélyi Kopó passt zu Jägern, die einen selbstständig arbeitenden Laufhund mit Stimme suchen, und zu Menschen mit Erfahrung, Zeit und viel Natur ums Haus. Wer einen leicht lenkbaren Familienhund, einen Begleiter für die Stadt oder einen Hund für den Freilauf im Wald sucht, wird mit ihm kaum glücklich. Seine Geschichte ist die eines Hundes, der beinahe verloren war; wer ihn aufnimmt, übernimmt auch ein Stück dieses Erbes.
Vor der Entscheidung für eine so eigenständige Bracke lohnt sich der Rasse-Test, und „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“ ordnet die Antworten ein. Für die ersten Wochen hilft das Welpen-Startpaket. Sein schwarz-lohfarbenes Haar wirkt als digitales Kunstwerk, weitere Formate zeigen die Hundeportraits.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 241 Erdélyi Kopó, Ungarische Bracke, Transylvanischer Laufhund (fci.be, deutsche und englische Fassung vom 13.09.2000, gültiger Originalstandard vom 06.04.2000); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Rasse aufgeführt, aber nicht ausgewertet); Tierschutzgesetz § 6 (gesetze-im-internet.de).
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