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Cimarrón Uruguayo (Uruguayischer Cimarron)

Cimarrón Uruguayo als Wandbild im Stil Aquarell, Raum: blaues Arbeitszimmer

Cimarrón nennt man in Südamerika, was verwildert ist. Der Name passt: Laut FCI-Standard stammt die Rasse von Hunden ab, die spanische und portugiesische Eroberer mitbrachten und die dann sich selbst überlassen blieben. Natürliche Auslese ließ nur die gesündesten, stärksten und klügsten überleben, bevor die Landbevölkerung sie wieder an Haus und Herde holte.

FCI Gruppe 2 (Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde), Sektion 2.1 Molossoide, doggenartige Hunde, Standard Nr. 353, ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland Uruguay
Größe (Widerrist) Rüden 58 bis 61 cm, Hündinnen 55 bis 58 cm, jeweils 2 cm Toleranz
Gewicht Rüden 38 bis 45 kg, Hündinnen 33 bis 40 kg
Lebenserwartung keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V)
Fell kurz, glatt, anliegend, mit Unterwolle; langes Haar disqualifiziert
Farben laut Standard gestromt oder falb in allen Tönen (Falb auch mit schwarzer Schattierung), außerdem bläulich gestromt oder bläulich falb, mit oder ohne Maske; Weiß nur an Unterkiefer, Hals, Vorbrust, Bauch und unteren Läufen; genetisch Braun disqualifiziert

Vom Streuner zum Nationalhund

Wie genau der Cimarrón entstand, nennt der Standard ungewiss. Sicher ist, wofür man ihn schätzte: als Wächter der Gehöfte und als Helfer bei der täglichen Arbeit mit den Rindern. Heute nennt der Standard dazu die Großwildjagd. Die FCI erkannte ihn 2006 vorläufig und 2017 endgültig an. Eine genetische Arbeit aus Montevideo bezeichnet ihn als einzige offiziell anerkannte einheimische Rasse Uruguays (Gagliardi et al. 2011).

Mutig, ausgeglichen, mit eigenem Urteil

Viel Text verwendet der Standard nicht: ausgeglichen, intelligent und ausgesprochen mutig. Wer die Herkunft kennt, liest daraus einen Hund, der Situationen selbst einschätzt und schnell handelt. Er bindet sich eng an seine Leute und bewacht ihr Grundstück ernsthaft. Frühe, freundliche Sozialisierung mit Menschen, Hunden und Kleintieren ist Pflicht, denn Jagdlust und Schutztrieb stecken beide in ihm.

Kompakt gebaut, ausdauernd unterwegs

Laut Standard ist er stark, kompakt, gut bemuskelt und beweglich, mit mühelosem Gang und kräftigem Schub. Er braucht echte Auslastung: lange Wanderungen, Fährten und Suchspiele. Ein Hund, der nur Gassi geht, sucht sich am Zaun eine Aufgabe.

Wenig Fellpflege, eine Kupierfrage

Das kurze, anliegende Haar mit Unterwolle braucht nur eine wöchentliche Runde mit dem Striegel, im Fellwechsel zwei. Der Standard erwähnt, dass die Ohren im Ursprungsland traditionell kupiert werden. Hierzulande verbietet das Tierschutzgesetz den Eingriff, ein Cimarrón trägt seine dreieckigen Hängeohren also so, wie sie gewachsen sind.

Gesundheit: Daten aus Uruguay

Eine Lebenserwartung aus einer großen Studie gibt es nicht, in der britischen Auswertung von McMillan und Kollegen fehlt er. Zwei Arbeiten der Universität der Republik in Montevideo liefern Anhaltspunkte. Bei 82 genotypisierten Hunden trugen 23 die SOD1-Variante mischerbig und drei reinerbig; reinerbige Hunde haben ein erhöhtes Risiko für Degenerative Myelopathie, eine fortschreitende Rückenmarkserkrankung (Artigas et al. 2026). Für Zuchthunde lohnt der Gentest. Erfreulich: An 30 Hunden fanden Forschende eine hohe genetische Vielfalt (Gagliardi et al. 2011).

Bei dir richtig, wenn

du Erfahrung mit selbstbewussten, kräftigen Hunden hast, ländlich oder mit gut gesichertem Garten lebst und Lust auf tägliche Bewegung und Training hast. Wer südamerikanische Molosser mag, kennt vielleicht den Fila Brasileiro oder den Dogo Argentino; der Cimarrón ist kleiner als beide.

Lieber nicht, wenn

du einen ersten Hund suchst, in einer kleinen Wohnung lebst, Katzen oder Kleintiere hältst oder einen Hund möchtest, der Fremde ohne Zögern begrüßt.

Cimarrón Uruguayo als Wandbild im Stil Aquarell, Raum: blaues Arbeitszimmer

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 353 Cimarrón Uruguayo (Uruguayischer Cimarron) (fci.be, deutsche und englische Fassung vom 08.07.2022, gültiger Standard publiziert 16.06.2022); FCI-Rassenseite Nr. 353 (fci.be); Artigas R et al., SOD1:c.118G>A mutation in the Cimarrón Uruguayo dog: prevalence, drift dynamics, and structural effects, Brazilian Journal of Veterinary Medicine 2026; Gagliardi R et al., Microsatellite characterization of Cimarron Uruguayo dogs, Genetics and Molecular Biology 2011; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (Cimarrón dort nicht ausgewertet).

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Das Print My Pet Team

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