Hängeohren gelten im Standard dieser Rasse als unzweifelhaftes Zeichen fortgeschrittener Domestizierung. Mit diesem Argument führt der FCI-Text den kurzhaarigen Segugio auf Jagdhunde aus dem alten Ägypten zurück, die phönizische Kaufleute über das Mittelmeer nach Italien gebracht haben sollen.
| FCI | Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 Mittelgroße Laufhunde, Standard Nr. 337, mit Arbeitsprüfung |
|---|---|
| Ursprungsland | Italien |
| Größe (Widerrist) | Rüden 52 bis 58 cm, Hündinnen 48 bis 56 cm, Toleranz plus oder minus 2 cm nur bei vorzüglichen Hunden |
| Gewicht | 18 bis 28 kg |
| Lebenserwartung | keine belastbare Studienzahl gefunden (N/V) |
| Fell | kurz, harsch, dicht, eng anliegend und glatt; vereinzelte raue Haare an Rumpf, Fang und Läufen sind kein Fehler |
| Farben laut Standard | einfarbig falb von intensivem Rot bis verwaschen, oder schwarz mit Loh; Weiß an Fang, Schädel, Brust, Hals, Pfoten und Rutenspitze erlaubt, aber je weniger, desto besser; schwarz-loh mit weißem Bruststern heißt dreifarbig |
Von ägyptischen Zeichnungen bis Borso d'Este
Zeichnungen aus mehreren Pharaonendynastien zeigten Hunde, die dem heutigen Segugio sehr ähnlich waren, schreibt der Standard, und seine Merkmale seien über die Jahrhunderte praktisch gleich geblieben. Als späteren Beleg nennt er ein Gemälde von 1600 im Schloss von Borso d'Este. Das ist die Sicht des Rassestandards, keine genetische Untersuchung. Endgültig anerkannt hat die FCI den Kurzhaar im Mai 1993.
Zwei Felle, fast ein Erbgut
Neben ihm steht der Segugio Italiano Drahthaar mit eigenem Standard. Talenti und Kollegen konnten die beiden Haararten 2018 genetisch nicht verlässlich trennen und werten sie als eine Rasse. Bionda und Kollegen fanden 2023 Unterschiede vor allem in Genen, die mit der Fellstruktur in Verbindung gebracht werden, sonst lagen beide eng beieinander. Im italienischen Zuchtbuch ist der Kurzhaar die häufigere Form: 2015 wurden 3570 Kurzhaar und 1070 Drahthaar eingetragen.
Ein Standard mit Winkelmesser
Kaum ein Laufhundstandard ist so genau. Der Körper passt in ein Quadrat, das Ohr misst etwa 70 Prozent der Kopflänge, sogar die Gelenkwinkel stehen in Grad im Text. Eine fehlende oder gekürzte Rute disqualifiziert ihn, ausdrücklich gleich, ob angeboren oder erworben: Kupiert entspricht ein Segugio diesem Standard nicht.
Stetig, schnell, mit schöner Stimme
Laut Standard passt er sich jedem Gelände an, ist widerstandsfähig, schnell und sehr eifrig, allein wie in der Meute. Sein Temperament gilt als stetig, sein Wesen als wenig aufdringlich, seine Stimme als wohlklingend. Ohne Jagd brauchst du Ersatz, der die Nase fordert: Fährtenarbeit, Mantrailing, lange Touren an der Schleppleine. Das kurze, harsche Haar ist mit einem Gummistriegel schnell versorgt; wichtiger sind die harten Ballen, die du nach steinigem Gelände auf Risse prüfst.
Was die Forschung nicht beantwortet
Eine Lebenserwartung lässt sich nicht seriös angeben. In der britischen Auswertung von McMillan und Kollegen stehen beide Segugi gemeinsam in einer Zeile, ohne Ergebnis. Eine Blutwertstudie mit 123 Segugi trennt nicht nach Haarart und bleibt deshalb außen vor. Frag beim Kauf nach den Hüften der Elterntiere, nach Augenbefunden und danach, wie alt frühere Hunde geworden sind.
Für Jäger zuerst
Gut aufgehoben ist er bei Jägerinnen und Jägern, die Hase oder Schwarzwild mit Laufhunden bejagen, und bei Menschen auf dem Land mit täglicher Zeit für Nasenarbeit. Wer einen Wohnungshund oder einen leicht abrufbaren Freiläufer erwartet, wird mit diesem schnellen Hasenjäger nicht froh.
Ob ein schneller Laufhund wirklich zu deinem Tagesablauf passt, zeigt dir der Rasse-Test; mehr Hintergrund liefert „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“. Kommt ein Welpe, begleitet dich das Welpen-Startpaket durch den Anfang. Das rote oder schwarz-lohfarbene Fell kommt gut zur Geltung als Poster im Holzrahmen oder in den Hundeportraits.
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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 337 Segugio Italiano a pelo raso (fci.be, deutsche Fassung vom 11.10.2018, englische Fassung vom 17.12.2015, gültiger Originalstandard vom 13.11.2015); McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024 (nicht ausgewertet); Talenti A et al., Studies of modern Italian dog populations reveal multiple patterns for domestic breed evolution, Ecology and Evolution 2018; Bionda A et al., The Shepherd and the Hunter: A Genomic Comparison of Italian Dog Breeds, Animals 2023; Groppetti D et al., A National Census of Birth Weight in Purebred Dogs in Italy, Animals 2017 (Anhang A1).
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