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Bearded Collie

Bearded Collie als Wandbild im Stil Aquarell, Raum: terrakottafarbenes Wohnzimmer

Eine Hündin namens Jeannie und ein Rüde namens Bailey: Auf dieses Paar, zusammengeführt von G. Olive Willison in den 1940er Jahren, geht der heutige Bearded Collie laut FCI-Standard zum großen Teil zurück. Ihr Zwinger Bothkennar gab der Rasse die Form, die du heute kennst.

FCI Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde), Sektion 1 Schäferhunde, Standard Nr. 271, ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland Großbritannien
Größe (Widerrist) ideal Rüden 53 bis 56 cm, Hündinnen 51 bis 53 cm
Gewicht im FCI-Standard nicht festgelegt
Lebenserwartung Median 13,9 Jahre in einer britischen Auswertung von 584.734 Hunden, darunter 1.165 Bearded Collies (McMillan et al. 2024)
Fell doppelt; Unterwolle weich, pelzig und dicht, Deckhaar flach, harsch und zottig, ohne Wolle und Locken; typischer Bart; darf nicht getrimmt werden
Farben laut Standard Schiefergrau, Rötlichfalb, Schwarz, Blau, alle Grautöne, Braun und Sandfarben, mit oder ohne weiße Abzeichen; leichte lohfarbene Abzeichen erlaubt; nie Merle

Hüten in Schottland und Nordengland

Ein ähnlicher Hund taucht laut Standard schon um das 16. Jahrhundert in schottischen Aufzeichnungen auf, gezüchtet in Schottland und Nordengland zum Schafehüten. Vor rund fünfhundert Jahren sollen an der schottischen Küste Hunde zurückgelassen worden sein, die auch als Vorfahren des Polnischen Niederungshütehunds gelten, und sich mit einheimischen Hütehunden gemischt haben. Verwandte Hütehunde von der Insel sind der Collie und der Border Collie.

Fröhlich und selbstbewusst

Wachsam, lebhaft, selbstbewusst und aktiv, ein ausgeglichener, intelligenter Arbeitshund ohne Nervosität oder Aggression: So beschreibt ihn der Standard. Den hellen, fragenden Ausdruck nennt er ausdrücklich als Kennzeichen. Im Alltag ist er gern mittendrin statt nur dabei.

Das Fell ist ein Wochenprojekt

Unter dem harschen, zottigen Deckhaar sitzt eine dichte Unterwolle, und genau dort entstehen Filzplatten. Bürste ihn mindestens einmal pro Woche gründlich bis auf die Haut, im Fellwechsel deutlich öfter. Für Ausstellungen verbietet der Standard jedes Trimmen. Im Alltag darfst du das Haar zwischen den Ballen kürzen, damit er auf glatten Böden Halt hat.

Ein Hütehund braucht Aufgaben

Sein Gangwerk ist geschmeidig und raumgreifend, gebaut für lange Tage am Hang. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge plus Kopfarbeit wie Hütetraining, Agility, Obedience oder Suchspiele halten ihn ausgeglichen. Ohne Beschäftigung sucht er sich selbst Arbeit, dann werden Jogger und Kinder schnell zu seiner Herde.

Langes Leben, ein Risiko im Blick

Mit einem Median von 13,9 Jahren lebten Bearded Collies in der britischen Auswertung von McMillan und Kollegen deutlich länger als Mischlinge mit 12,0 Jahren. Ein Thema verdient trotzdem Aufmerksamkeit: Morbus Addison, eine Unterfunktion der Nebennierenrinde. In einer Stichprobe von 635 Bearded Collies waren 60 Hunde betroffen, also 9,4 Prozent, die Erblichkeit schätzten die Autoren auf 0,76 (Oberbauer et al. 2002). Nur als grobe Größenordnung: Die Jahresprävalenz lag bei allen Hunden in britischen Tierarztpraxen bei 0,06 Prozent (Schofield et al. 2021). Häufige Anzeichen waren Mattigkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen. Frag beim Züchter, ob in der Linie Addison aufgetreten ist.

Richtig bei dir, wenn

du aktiv bist, Familie oder Freunde gern dabeihast und Zeit für Fellpflege und Training einplanst. Mit Kindern kommt er meist gut zurecht, wenn er genug ausgelastet ist.

Besser nicht, wenn

du einen pflegeleichten Hund suchst, wenig Zeit draußen verbringst oder ein Haus ohne Haare und Schmutzpfoten erwartest. Ein Bearded Collie bringt nach jedem Regenspaziergang ein Stück Wiese mit nach Hause.

Bearded Collie als Wandbild im Stil Aquarell, Raum: terrakottafarbenes Wohnzimmer

Ob ein Hütehund mit so viel Fell und Energie zu dir passt, findest du mit dem Rasse-Test heraus, ausführlich hilft unser Buch „Welcher Hund passt WIRKLICH zu dir?“. Für die ersten Wochen mit Welpe gibt es das kostenlose Welpen-Startpaket. Deinen Beardie als Bild bekommst du bei den Hundeportraits, als Poster im Holzrahmen oder als Datei zum Herunterladen.

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Quellen, abgerufen am 20.10.2026: FCI-Standard Nr. 271 Bearded Collie (fci.be, englische Fassung vom 06.10.2026, gültig publiziert 08.09.2026; eine deutsche Fassung ist nicht veröffentlicht); Oberbauer AM et al., Inheritance of hypoadrenocorticism in bearded collies, American Journal of Veterinary Research 2002; Schofield I et al., Hypoadrenocorticism in dogs under UK primary veterinary care: frequency, clinical approaches and risk factors, Journal of Small Animal Practice 2021; McMillan KM et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 2024.

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Das Print My Pet Team

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